Auf Einladung von Bürgermeisterin Marion Török berichtete Werksleiter DI (FH) Michael Aschauer (EVN) dem Gemeinderat über laufende und zukünftige Projekte der EVN auf ihrem Standort in Dürnrohr. Auch der Bürgerbeirat der Müllverbrennung wurde zu diesem Termin dazu gebeten.
Energieknotenpunkt Dürnrohr wird zum Standort der Energiezukunft.
Die Tätigkeitspalette der EVN in Dürnrohr ist breit gefächert. Die neue Klärschlammanlage mit einem Wirbelschichtofen wurde kürzlich genehmigt. Diese soll Klärschlamm aus kommunalen Kläranlagen verwerten und aus seiner Asche kann wertvoller Phosphor rückgewonnen werden. Die EU verordnete bis spätestens 2033 eine Verbrennungspflicht für kommunalen Klärschlamm. Jetzt heißt es warten auf die öffentliche Ausschreibung. Weiters sind zwei Gasturbine, die auch wasserstofffähig sind, in der Pipeline.
Mit 27. Jänner 2026 begann die Altlastensanierung des Gebietes, das noch auf Altöl der ehemaligen Raffinerie sitzt. Die Sanierung erfolgt durch Auswaschung und wird bis zu 40 Jahre dauern. Zu 80 % wird dieses Projekt vom Bund gefördert.
Ebenso ist ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von 64 MWh in Planung, der 2027 fertig sein soll. Dieser wird die Anlage auch Blackout-sicher machen. Die Mittel- und Niederspannanlage wird erneuert - auch in Hinblick auf zukünftige Hochwasser. Um Platz zu schaffen werden bestehende Gebäude wie Kesselhaus und Kamin "rückgebaut". Der Kamin, das Wahrzeichen des Tullnerfeldes, könnte so schon im nächsten Jahr gesprengt werden. Ein Ballenlager ist im Entstehen - für eine zwischenzeitliche Lagerung des Mülls und des Klärschlamms - und mit einer Zutrittskontrolle nach gesetzlichen Bestimmungen. Auch zwei Windräder mit 150 Meter Höhe sind angedacht.
"Es ist schön, dass der Standort Dürnrohr bleibt bzw. ausgebaut wird." Das sagt Altbürgermeister Hermann Kühtreiber, Mitglied des Zwentendorfer Bürgerbeirates. "Aber es ist wichtig, dass die Zwentendorfer Bevölkerung von Anbeginn an auf Augenhöhe informiert und einbezogen wird. So wie auch in den Anfängen der Müllverbrennung. Denn wir leben hier." Deswegen sind weitere Info-Termine der EVN mit dem Beirat geplant.
Der Zwentendorfer Bürgerbeirat wurde 1997 von EVN gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Hermann Kühtreiber gegründet als Bindeglied zwischen Unternehmen und Zwentendorfer Bevölkerung. Der Bürgerbeirat hat das gesamte Genehmigungsverfahren der Anlage, die Befragung der Bevölkerung und den Betrieb in den letzten Jahren begleitet. Die Beiratsmitglieder sehen sich als Kontrollinstanzen, aber auch als Multiplikatoren und Wissensträger innerhalb der Marktgemeinde.
Besonders junge Menschen sind nun eingeladen, sich im Beirat zu engagieren. Denn es geht um ihre Zukunft. Eine gesonderte Einladung wird noch erfolgen. Haben Sie Interesse, hier mitzuwirken. Dann bitte eine Mail an marktgemeinde@zwentendorf-donau.gv.at