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"Wenn du das Zwentendorfer Publikum überzeugen kannst, dann schaffst du es überall." So sagt man. Diese Blumen streute auch die Kabarettistin Claudia Pichler aus München am Anfang ihrer Show ihrem Publikum im Donauhof Zwentendorf. Und das Publikum hatte sichtlich Freude an dieser Herzblutkomödiantin, die im charmanten bayrischen Dialekt spricht, obwohl sie eine studierte Germanistin (Achtung! Witz) ist. Die "hübsche junge Frau mit dem Dauerlächeln", um eine von ihr gehassten Pressemitteilung zu zitieren, führte tief in die Abgründe der bayrischen Seele. Die Münchnerin mit der frechen Goschn und dem frischen Geist spricht in ihrem dritten Soloprogramm von politischer Gier, neidvollen Nachbarn oder den großen Fragen der Liebe in Zeiten von Online-Dating. Oftmals greift sie auch zur Gitarre und überzeugt mit ihrem absurden Witz und ihrer absurden dazu passenden Stimme.
Bei jedem Kabarett wird die Pause dazu genützt, um das obligate "Rotes-Sofa-Foto" mit Initiator Kulturreferent Manfred Bichler zu schießen und Infos für den Pressetext einzuholen. Dieses Mal sprach man von der Unpünktlichkeit der Deutschen Bahn. Claudia ist mit Müh und Not noch rechtzeitig zu ihrem Auftritt gekommen. Fast gleichzeitig wurden 500 Fahrgäste beim Tullnerfelder Bahnhof aus einem Zug der Deutschen Bahn evakuiert. Vielleicht ein Thema für das nächste Kabarett.
Claudia Pichler darf wieder kommen.