EVN Tochter Netz NÖ führte gemeinsam mit der Marktgemeinde Zwentendorf Anpassungen des Stromnetzes durch, um den wachsenden Anforderungen der Energiezukunft gerecht zu werden.
In Anwesenheit von Michael Bracher, Projektleiter der Netz NÖ, Josef Brückelmayer, Leiter des Service Centers Netz NÖ Tulln, und GGR Manfred Bichler und Bürgermeisterin Marion Török, wurden die durchgeführten Baumaßnahmen besichtigt.
„Das Stromnetz in Zwentendorf muss zukunftssicher gemacht werden, um die steigenden Anforderungen durch neue Technologien wie Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und E-Ladestationen zu erfüllen“, erklärt Brückelmayer. „Mit diesen Anpassungen stellen wir sicher, dass das Netz auch in den kommenden Jahren zuverlässig funktioniert und die Marktgemeinde Zwentendorf bestmöglich auf die zukünftigen Herausforderungen vorbereitet ist.“
„Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien erfordert ein leistungsfähiges und modernes Stromnetz“, so Bürgermeisterin Marion Török und GGR Manfred Bichler. „Mit diesen Baumaßnahmen gehen wir einen wichtigen Schritt, um unseren Beitrag zur Energiewende zu leisten und gleichzeitig die Versorgungssicherheit für die Bevölkerung zu gewährleisten.“
Stromnetz in Zwentendorf zukunftsfit gemacht
Um den immer größer werdenden Anforderung wie Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und E-Ladestationen zu entsprechen, führt die EVN Tochter Netz NÖ gemeinsam mit der Marktgemeinde Zwentendorf eine Anpassung des Stromnetzes durch.
Netz-Ausbau bis 2030
Die Ziele der österreichischen Klima- und Energiestrategie sehen bis 2030 eine Verzehnfachung der Energie aus Photovoltaikanlagen und eine Verdopplung aus Windkraftanlagen vor. In ihrer Rolle als Verteilnetzbetreiberin stellt das die Netz NÖ vor eine gewaltige Herausforderung, da das Stromnetz in vergleichbar kurzer Zeit auf den verschiedenen Ebenen modernisiert und ausgebaut werden muss.
Das Modernisierungsprogramm bis 2030 umfasst:
- Neu- oder Ersatzneubau von etwa 40 Umspannwerken inkl. Anschlussleitungen (dzt. sind 92 Umspannwerke in Betrieb)
- jährlicher Zubau von etwa 600 Transformatorstationen (langjähriger Schnitt von etwa 300 Stationen)
- Neu- oder Ersatzneubau von etwa 300 km Hochspannungsleitungen (dzt. etwa 1.400 km in Betrieb)
Dieser starke Ausbau ist zwingend notwendig. Denn der Umbau der Energiesystems schreitet mit großen Schritten voran. Alleine im Bereich der Photovoltaik-Anlagen verzeichnete die Netz NÖ im ersten Halbjahr dieses Jahres mehr als 22.000 neue PV-Anlagen, sodass nun bereits mehr als 75.000 Sonnenkraftwerke in ihr Netz einspeisen. Rund 25 Prozent der Sonnenkraftwerke Österreichs befinden sich hier in Niederösterreich – und mehr als 50 % der Windkraftanlagen.